Deine kreative Welt der Stickerei: Tipps, Inspiration und Expertenwissen

Tauche ein in die faszinierende Kunst des Stickens, wo jeder Nadelstich eine Geschichte erzählt und aus einfachen Stoffen wertvolle Unikate entstehen. Entdecke in unserem Blog fundiertes Fachwissen, emotionale Inspirationen und praktische Anleitungen, die dein Hobby auf ein neues Level heben und deine Leidenschaft für Textilkunst entfachen.

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Die Magie der Stickerei: Mehr als nur ein Hobby

Sticken ist eine der ältesten und zugleich modernsten Formen der Textilveredelung. Es ist die Kunst, Geduld in Schönheit zu verwandeln. Wenn du dich mit deiner Stickmaschine oder dem Stickrahmen hinsetzt, erschaffst du etwas Bleibendes in einer schnelllebigen Welt. Es geht nicht nur darum, ein Logo auf ein Shirt zu bringen oder eine Tischdecke zu verzieren. Es geht um den Ausdruck deiner Persönlichkeit, um das Gefühl von hochwertigem Garn zwischen den Fingern und das rhythmische Geräusch der Maschine, das fast schon meditative Züge annimmt.

In unserem Blog begleiten wir dich auf dieser kreativen Reise. Wir zeigen dir, wie du Emotionen in Stiche übersetzt. Stell dir vor, du bestickst die Taufdecke für dein Patenkind oder versiehst die Arbeitskleidung deines eigenen kleinen Unternehmens mit einem professionellen Branding. Die Möglichkeiten sind grenzenlos, und wir liefern dir das nötige Know-how, um jedes Projekt mit Bravour zu meistern. Stickmuster-Shop.de ist dein Partner, wenn es darum geht, technische Präzision mit künstlerischer Freiheit zu verbinden.

Die Psychologie des Erschaffens

Warum fühlen wir uns so erfüllt, wenn wir ein Stickprojekt abschließen? Es ist die Haptik, die Dreidimensionalität der Fäden und der Stolz auf die eigene Handarbeit. In einer digitalen Ära bietet die Stickerei einen physischen Anker. Jedes Design, das du auswählst, und jede Farbe, die du kombinierst, spiegelt deine Stimmung wider. Wir helfen dir dabei, die richtigen Farbkombinationen zu finden, die nicht nur harmonisch aussehen, sondern auch die gewünschte Botschaft vermitteln. Ein tiefes Marineblau wirkt seriös und professionell, während ein leuchtendes Sonnengelb sofort Lebensfreude und Energie ausstrahlt.

Die Grundausstattung für perfekte Stickergebnisse

Bevor der erste Stich gesetzt wird, spielt die Qualität der Materialien eine entscheidende Rolle. Wer billig kauft, stickt oft zweimal – diesen Satz hast du sicher schon einmal gehört. Damit deine Projekte von Anfang an gelingen, haben wir eine Übersicht der wichtigsten Komponenten zusammengestellt. Ein hochwertiges Stickgarn ist das A und O. Es muss reißfest sein, einen schönen Glanz besitzen und auch nach vielen Wäschen seine Farbintensität behalten.

Ebenso wichtig ist die Wahl der richtigen Nadel. Viele Anfänger unterschätzen, welchen Einfluss die Nadelspitze auf das Stickbild hat. Eine zu dicke Nadel kann Löcher in feine Stoffe reißen, während eine zu dünne Nadel bei festen Materialien wie Leder oder Canvas schnell bricht. Hier ist eine Übersicht, welche Nadeln du für welche Projekte bereithalten solltest:

Material Nadeltyp Besonderheit
Baumwollstoffe Universal Sticknadel (75/11) Standard für die meisten Projekte
Jersey & Strick Ballpoint / Jersey-Nadel Abgerundete Spitze schont die Maschen
Leder & Kunstleder Ledernadel Schneidende Spitze für leichtes Eindringen
Jeans & Feste Stoffe Jeans-Nadel (90/14) Besonders stabil und verstärkt
Metallic-Garne Metallic-Nadel Großes Öhr verhindert Fadenbruch

Das Geheimnis der richtigen Stabilisierung

Ein häufiger Fehler bei Stickprojekten ist das „Puckering“, also das Zusammenziehen des Stoffes um das Stickmuster herum. Das liegt fast immer an der falschen Wahl des Vlieses. Das Stickvlies ist das unsichtbare Fundament deiner Arbeit. Es gibt Schneidevliese, Reißvliese und wasserlösliche Vliese. Jedes hat seine spezifische Daseinsberechtigung.

Wenn du beispielsweise auf elastischen Stoffen wie T-Shirts stickst, ist ein Schneidevlies (Cut-away) unerlässlich. Es bleibt unter dem Stickbild und gibt dem Stoff die nötige Stabilität, auch wenn er gedehnt wird. Bei unelastischen Webwaren reicht oft ein Reißvlies (Tear-away), das nach dem Sticken einfach weggerissen wird. Für haptisch anspruchsvolle Projekte wie Frottierwaren (Handtücher) benötigst du zusätzlich ein wasserlösliches Top-Vlies (Avalon), damit die Stiche nicht in den Schlingen des Handtuchs versinken.

Schritt-für-Schritt zum ersten eigenen Stickprojekt

Aller Anfang ist leicht, wenn man die richtige Anleitung hat. Zuerst solltest du dich mit deiner Maschine vertraut machen. Jede Maschine hat ihre Eigenheiten beim Einfädeln und bei der Unterfadenspannung. Ein Probestick auf einem Stoffrest ist daher immer ratsam. Wähle für dein erstes Projekt ein einfaches, nicht zu dichtes Motiv. Ein schlichter Schriftzug oder eine feine Outline-Stickerei eignen sich hervorragend.

Positioniere den Stoff trommelhart im Rahmen. Das ist der wichtigste Tipp für Präzision. Der Stoff darf keine Falten werfen, darf aber auch nicht verzogen werden. Wenn du den Rahmen zudrückst, sollte der Stoff beim Antippen klingen wie eine kleine Trommel. Dann weißt du, dass die Spannung perfekt ist. Lade dein gewähltes Design von Stickmuster-Shop.de auf deine Maschine und achte darauf, dass die Nadelposition korrekt eingestellt ist.

Die Bedeutung der Digitalisierung (Punching)

Hinter jedem schönen Stickmuster steckt eine Datei, die der Maschine sagt, wann sie wo welchen Stich setzen soll. Dieser Prozess nennt sich Digitalisieren oder Punchen. Ein gutes Stickdesign zeichnet sich dadurch aus, dass es die Anzahl der Sprungstiche minimiert und die Stichdichte optimal an das Motiv anpasst. Wir legen bei unseren Stickdateien größten Wert auf Effizienz und Ästhetik. Ein schlecht digitalisiertes Muster kann deine Nadel verbiegen oder den Stoff beschädigen. Vertraue daher auf Profi-Dateien, um Frust zu vermeiden und deine Maschine zu schonen.

Kreative Techniken für Fortgeschrittene

Wenn du die Grundlagen beherrscht, wartet eine ganze Welt voller Spezialtechniken auf dich. Hast du schon einmal von 3D-Stickerei mit Stick-Schaumstoff gehört? Hierbei wird ein spezieller Schaum unter das Garn gelegt, wodurch das Motiv plastisch hervortritt – ideal für Caps oder markante Logos. Oder wie wäre es mit Applikationen? Dabei werden Stoffstücke in das Stickmuster integriert, was nicht nur Garn spart, sondern auch tolle texturelle Kontraste schafft.

Eine weitere faszinierende Technik ist die ITH-Stickerei (In-The-Hoop). Hierbei fertigst du komplette Objekte wie kleine Täschchen, Schlüsselanhänger oder Kuscheltiere direkt im Stickrahmen. Die Maschine übernimmt das Zusammennähen und Besticken in einem Arbeitsgang. Das ist Präzision pur und macht unglaublich viel Spaß, da man sehr schnell sichtbare Ergebnisse erzielt.

Spitzendesigns und FSL (Free Standing Lace)

FSL steht für freistehende Spitze. Hierbei wird ausschließlich auf wasserlöslichem Vlies gestickt. Nach dem Stickvorgang wird das Vlies ausgewaschen, und übrig bleibt nur das reine Garn, das eine stabile, filigrane Spitze bildet. Diese Technik eignet sich hervorragend für Weihnachtsdekorationen, Ohrringe oder edle Tischverzierungen. Es wirkt fast wie Zauberei, wenn das Vlies verschwindet und dein Kunstwerk stabil bestehen bleibt.

Farben und Design: Die Ästhetik deiner Projekte

Die Wahl der Farben entscheidet über die Wirkung deines Projekts. Möchtest du einen Vintage-Look erzielen? Dann greife zu gedeckten Pastelltönen oder Erdfarben. Soll das Design modern und poppig wirken? Neon-Garne oder starke Komplementärkontraste sind hier deine besten Freunde. Ein wichtiger Tipp für harmonische Designs: Nutze Farbfamilien. Wähle drei bis vier Nuancen einer Farbe, um Schattierungen und Tiefe zu erzeugen.

Neben der Farbe spielt die Textur eine Rolle. Es gibt matte Garne aus Baumwolle, hochglänzende Polyestergarne und sogar Garne, die im Dunkeln leuchten (Glow-in-the-dark) oder bei Sonnenlicht ihre Farbe ändern. Diese Spezialeffekte machen deine Stickerei zu einem echten Erlebnis, das man nicht nur sehen, sondern auch fühlen möchte.

Saisonale Inspirationen und Trends

Stickerei unterliegt Trends, genau wie die Mode. Aktuell sind florale Motive im Line-Art-Stil extrem gefragt. Diese wirken minimalistisch und elegant auf Leinenkissen oder Stofftaschen. Auch personalisierte Geschenke für Babys – wie Meilensteindecken oder bestickte Schnullerketten – sind Dauerbrenner. In unserem Blog halten wir dich über die neuesten Trends auf dem Laufenden, damit du immer up-to-date bleibst.

  • Frühling: Zarte Blüten, Schmetterlinge und frische Grüntöne auf Tischläufern.
  • Sommer: Maritime Motive, Anker und Muscheln für die Strandtasche.
  • Herbst: Bunte Blätter, Pilze und warme Goldtöne auf gemütlichen Hoodies.
  • Winter: Schneeflocken, Rentiere und festliche Metallic-Stickereien für die Feiertage.

Pflege und Langlebigkeit deiner Stickkunstwerke

Damit du lange Freude an deinen bestickten Textilien hast, ist die richtige Pflege entscheidend. Hochwertiges Polyestergarn ist in der Regel sehr strapazierfähig und kann bei 60 Grad gewaschen werden. Dennoch solltest du bestickte Kleidung immer auf links waschen, um die Reibung an der Trommel zu minimieren. Ein Wäschenetz bietet zusätzlichen Schutz.

Beim Bügeln ist Vorsicht geboten: Stickereien sollten niemals direkt mit dem heißen Bügeleisen berührt werden, da die synthetischen Fäden schmelzen könnten. Lege immer ein dünnes Baumwolltuch über die Stickerei oder bügle das Kleidungsstück von der Rückseite auf einer weichen Unterlage. So bleibt die plastische Struktur der Stiche erhalten und wird nicht plattgedrückt.

Fehlerbehebung: Wenn es mal nicht perfekt läuft

Jeder Sticker kennt es: Der Faden reißt ständig, oder es bilden sich Schlaufen auf der Unterseite. Keine Panik! Meistens sind es Kleinigkeiten. Überprüfe zuerst, ob der Oberfaden korrekt in allen Führungen liegt und ob die Spule richtig herum eingesetzt wurde. Ein verstaubter Greiferraum kann ebenfalls zu Problemen führen. Reinige deine Maschine regelmäßig mit einem kleinen Pinsel und einem Tropfen Nähmaschinenöl (falls vom Hersteller empfohlen).

Ein weiterer Geheimtipp: Wenn der Faden reißt, wechsle die Nadel. Oft haben winzige, für das Auge unsichtbare Grate an der Nadelspitze den Faden beschädigt. Eine frische Nadel wirkt oft Wunder und rettet das Projekt. Achte auch auf die Ablaufgeschwindigkeit des Garns. Bei Metallic-Garnen hilft es oft, die Stickgeschwindigkeit der Maschine zu reduzieren, um dem empfindlichen Faden Zeit zum Gleiten zu geben.

Dein Weg zum professionellen Sticken

Vielleicht spielst du mit dem Gedanken, deine Werke zu verkaufen? Die Nachfrage nach personalisierten und handveredelten Produkten ist groß. Plattformen wie Etsy oder regionale Kunsthandwerkermärkte bieten tolle Möglichkeiten. Hierbei ist jedoch Professionalität gefragt. Achte auf eine saubere Rückseite – niemand mag kratzige Fadenenden auf der Haut. Nutze hochwertige Klebevliese (Soft Touch), um die Rückseite von Stickereien auf Kleidung abzudecken.

Dokumentiere deine Fortschritte. Fotografiere deine Werke bei Tageslicht, um die Details der Stiche einzufangen. Ein guter Blogbeitrag oder ein Social-Media-Post lebt von authentischen Bildern. Zeige nicht nur das fertige Produkt, sondern auch den Prozess – das „Making-of“. Menschen lieben es zu sehen, wie viel Arbeit und Liebe in einem handgefertigten Stück steckt.

Die Wahl der richtigen Sticksoftware

Für alle, die über die fertigen Kaufmotive hinausgehen wollen, ist eine Sticksoftware der nächste logische Schritt. Es gibt Programme für Einsteiger, mit denen man Schriftzüge kombinieren und Farben ändern kann, bis hin zur Profi-Software, mit der man eigene Zeichnungen in Stiche umwandelt. Die Einarbeitung erfordert Zeit, aber die Freiheit, jedes beliebige Motiv sticken zu können, ist unbezahlbar. Wir stellen dir in unseren Artikeln verschiedene Tools vor und geben Tipps zur Handhabung.

Nachhaltigkeit in der Stickerei

In der heutigen Zeit ist Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema. Sticken trägt aktiv dazu bei, Kleidung länger zu nutzen. Das sogenannte „Visible Mending“ – also das sichtbare Reparieren von Löchern durch dekorative Stickereien – ist ein riesiger Trend. Anstatt ein geliebtes Kleidungsstück wegzuwerfen, verleihst du ihm durch eine individuelle Stickerei ein zweites, schöneres Leben. Das ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern schafft auch Kleidung mit Charakter.

Achte beim Kauf deiner Materialien auf Zertifizierungen wie den OEKO-TEX Standard 100. Viele Garnhersteller bieten mittlerweile auch Garne aus recycelten PET-Flaschen oder nachhaltig angebauter Lyocell-Faser an. So kannst du dein Hobby mit gutem Gewissen genießen und einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Sticken für besondere Anlässe

Es gibt Momente im Leben, die nach etwas Besonderem verlangen. Eine Hochzeit ist der Klassiker. Bestickte Servietten mit den Initialen des Brautpaars, ein Ringkissen mit dem Hochzeitsdatum oder das Datum in das Innenfutter des Hochzeitsanzugs gestickt – das sind Details, die in Erinnerung bleiben. Hier zeigt sich die ganze Stärke der Stickerei: Sie macht aus einem gewöhnlichen Gegenstand ein Erbstück.

Auch bei Trauerfällen kann die Stickerei Trost spenden. Ein Gedenkkissen mit einem liebevollen Spruch oder ein besticktes Tuch als Erinnerungsstück hilft, die Verbindung zu einem geliebten Menschen zu halten. Die Stickerei ist hier ein Medium der Wertschätzung und des Respekts.

Stickerei im Interior Design

Nicht nur Kleidung, auch dein Zuhause profitiert von textiler Kunst. Bestickte Wandbilder (Hoop Art) sind eine moderne Art der Dekoration. Du kannst Stoffe passend zu deiner Einrichtung wählen und Motive sticken, die deine Hobbys oder deine Lebensphilosophie widerspiegeln. Von abstrakten geometrischen Mustern bis hin zu fotorealistischen Tierporträts ist alles möglich. Stickerei bringt Wärme und Textur in jeden Raum.

Warum Stickmuster-Shop.de deine erste Adresse ist

Wir verstehen uns nicht nur als Shop, sondern als Gemeinschaft und Ratgeber. Unsere Leidenschaft für Qualität treibt uns an, dir nur die besten Dateien und Tipps zur Verfügung zu stellen. Jedes Muster in unserem Sortiment wurde auf Herz und Nieren geprüft. Wir wissen, wie wichtig es ist, dass der Fadenlauf stimmt und die Dichte perfekt ist, damit deine Maschine nicht streikt und dein Ergebnis glänzt.

Unser Ziel ist es, dich zu inspirieren, Neues auszuprobieren. Trau dich an Leder, wage dich an großflächige Rückenmotive oder experimentiere mit Garnen, die du noch nie benutzt hast. Mit dem Expertenwissen aus unserem Blog hast du immer einen Mentor an deiner Seite. Wir erklären dir technische Begriffe verständlich und geben dir kreative Impulse, wenn du mal eine Blockade hast.

Die Community: Gemeinsam kreativ sein

Stickerei verbindet Menschen. Tausche dich mit Gleichgesinnten aus, teile deine Erfolge und auch deine Misserfolge – denn aus Fehlern lernt man am meisten. In unserem Blog findest du immer wieder Anregungen, wie du deine Werke präsentieren kannst und wo du Inspiration für dein nächstes großes Projekt findest. Werde Teil einer Bewegung, die altes Handwerk mit modernster Technik verschmilzt.

Sticken ist eine Reise, kein Ziel. Mit jedem Projekt verfeinerst du deine Technik, entwickelst deinen eigenen Stil und entdeckst neue Facetten deiner Kreativität. Wir freuen uns darauf, dich auf diesem Weg zu begleiten und sind gespannt, welche Meisterwerke du als Nächstes erschaffst. Lass die Nadel tanzen und bring Farbe in dein Leben!

Häufige Fragen rund um das Sticken und Stickmuster

Welches Format benötige ich für meine Stickmaschine?

Jeder Hersteller von Stickmaschinen nutzt sein eigenes Dateiformat. Die gängigsten Formate sind PES (Brother), JEF (Janome), DST (Tajima/Industriestandard), EXP (Bernina) und HUS (Husqvarna). Wenn du ein Stickmuster kaufst, erhältst du meistens ein ZIP-Archiv, das alle gängigen Formate enthält. So ist sichergestellt, dass du die Datei auf deiner aktuellen und auch auf einer zukünftigen Maschine nutzen kannst. Achte darauf, die Datei nicht einfach nur auf den USB-Stick zu kopieren, sondern sie gegebenenfalls vorher zu entpacken, damit deine Maschine sie erkennt.

Kann ich jedes Bild einfach in eine Stickdatei umwandeln?

Technisch gesehen ist es möglich, ein Foto oder eine Grafik mit einer speziellen Software (Auto-Digitizing) umzuwandeln. Das Ergebnis ist jedoch oft enttäuschend, da die Software die Logik des Fadenlaufs nicht versteht. Ein gutes Stickmuster muss manuell „gepuncht“ werden. Dabei entscheidet ein Experte, welche Stiche in welcher Richtung gesetzt werden, wo Unterlegstiche für Stabilität sorgen und wie Sprungstiche vermieden werden. Für hochwertige Ergebnisse solltest du daher immer auf professionell erstellte Stickdateien zurückgreifen oder das Handwerk des Digitalisierens von Grund auf lernen.

Warum reißt mein Stickgarn ständig ab?

Fadenbruch kann verschiedene Ursachen haben. Oft ist die Nadel stumpf oder hat eine kleine Beschädigung. Ein weiterer Grund kann eine zu hohe Oberfadenspannung sein. Auch das Garn selbst spielt eine Rolle: Altes oder minderwertiges Garn wird spröde und reißt schneller. Achte auch darauf, dass die Garnrolle sich leicht und gleichmäßig abwickeln kann. Manchmal verhakt sich der Faden an der Einkerbung der Spule. Bei Verwendung von Metallic-Garnen ist eine spezielle Metallic-Nadel und eine Reduzierung der Stickgeschwindigkeit fast immer notwendig, um Fadenbruch zu vermeiden.

Wie finde ich die richtige Stickdichte für meinen Stoff?

Die Stickdichte gibt an, wie eng die Stiche nebeneinander liegen. Für dicke Stoffe wie Jeans oder Canvas kann die Dichte höher sein. Bei sehr feinen Stoffen wie Batist oder dünner Seide sollte die Dichte reduziert werden, damit der Stoff nicht perforiert wird und reißt. Professionelle Stickdateien sind in der Regel für mittelschwere Webware optimiert. Wenn du merkst, dass das Motiv zu „hart“ wird oder der Stoff sich stark zusammenzieht, kann eine Anpassung der Dichte in einer Sticksoftware helfen. Ein Probestick auf dem Originalmaterial mit dem entsprechenden Vlies ist der sicherste Weg zum Erfolg.

Muss ich das Stickvlies immer wegschneiden oder abreißen?

Das hängt ganz vom verwendeten Vlies ab. Reißvliese (Tear-away) sind so konzipiert, dass sie nach dem Sticken entlang der Kontur abgerissen werden können. Sie eignen sich für feste Stoffe. Schneidevliese (Cut-away) bleiben dauerhaft unter der Stickerei und werden nur grob um das Motiv herum weggeschnitten. Sie sind essenziell für dehnbare Stoffe (Jersey), damit die Stickerei auch nach dem Waschen in Form bleibt. Wasserlösliche Vliese (Wash-away) werden komplett ausgewaschen und kommen bei Spitze (FSL) oder als Oberlage bei hochflorigen Stoffen wie Frottee zum Einsatz. Die Wahl des Vlieses ist entscheidend für die Langlebigkeit und Optik deines Projekts.

Wie reinige ich bestickte Textilien am besten?

Bestickte Textilien sollten vorzugsweise auf links gewaschen werden, um die Garnoberfläche vor Reibung in der Waschmaschine zu schützen. Verwende ein mildes Feinwaschmittel ohne Bleichmittel, besonders bei farbintensiven Garnen. Die meisten modernen Polyestergarne sind kochfest und farbecht, aber der Grundstoff (z.B. Baumwolle oder Seide) gibt die Waschtemperatur vor. Trockne bestickte Stücke lieber an der Luft statt im Trockner, da die Hitze und mechanische Belastung die Stiche lockern können. Wenn du bügelst, dann immer von der Rückseite und mit einem Tuch dazwischen, um den Glanz des Garns nicht zu zerstören.

Welche Garnstärke ist die richtige für mich?

Die Standardstärke für Stickgarne ist 40. Damit sind die meisten Stickmuster digitalisiert. Es gibt jedoch auch dünnere Garne (Stärke 60) für sehr filigrane Details oder kleine Schriften sowie dickere Garne (Stärke 12 oder 30) für einen handgestickten Look oder markante Konturen. Wenn du eine andere Garnstärke als 40 verwendest, musst du meistens auch die Stickdichte deines Musters anpassen, da das Motiv sonst entweder zu lückenhaft (bei dünnem Garn) oder zu knubbelig (bei dickem Garn) wird. Für den Anfang ist ein Sortiment an 40er Polyestergarnen die beste Wahl.

Kann ich mit einer normalen Nähmaschine auch sticken?

Man kann mit einer herkömmlichen Nähmaschine „freihandsticken“. Dazu wird der Transporteur versenkt und ein spezieller Stopffuß verwendet. Du führst den Stoff im Rahmen manuell unter der Nadel her. Das erfordert viel Übung und künstlerisches Geschick. Für computergesteuerte Stickmuster, wie du sie bei Stickmuster-Shop.de findest, benötigst du jedoch eine Stickmaschine oder eine Kombimaschine (Nähen und Sticken). Diese Maschinen verfügen über einen Stickarm, der den Rahmen präzise nach den Koordinaten der Stickdatei bewegt.

Was mache ich, wenn mein Stickrahmen Abdrücke auf dem Stoff hinterlässt?

Diese sogenannten „Rahmenabdrücke“ entstehen durch den Druck der beiden Rahmenteile auf empfindliche Stoffe wie Samt, Fleece oder beschichtete Materialien. Um dies zu vermeiden, kannst du die „Floating-Methode“ anwenden. Dabei wird nur das Vlies fest im Rahmen eingespannt. Der Stoff wird anschließend mit Sprühzeitkleber oder durch Fixierstiche (Heftstiche) auf dem Vlies befestigt, ohne selbst eingeklemmt zu werden. Nach dem Sticken lässt sich der Stoff rückstandslos vom Vlies lösen, und es entstehen keine unschönen Druckstellen oder bleibenden Verformungen im Gewebe.

Wie lagere ich meine Stickgarne richtig?

Stickgarne sollten vor direktem Sonnenlicht und Staub geschützt gelagert werden. UV-Strahlung kann die Farben ausbleichen und die Fasern mit der Zeit brüchig machen. Transparente Boxen oder spezielle Garnschränke sind ideal, da du so auch direkt die Farben im Blick hast. Achte darauf, dass die Fadenenden fixiert sind, damit sich die Rollen nicht abwickeln und verknoten. Viele Rollen haben am Fuß eine kleine Einkerbung oder einen Klemmring dafür. Eine trockene Lagerung verhindert zudem, dass das Garn Feuchtigkeit zieht, was zu Problemen beim Abspulen und einer ungleichmäßigen Fadenspannung führen kann.